Bekanntschaft leo

Bekanntschaft leo
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Mit der Gründung der Fanfare du Collège St-Benoît, einem Blasorchester unter der langjährigen Leitung von P.Anselm Rais (1864–1904), erhielt das Musikleben des exilierten Konvents eine spezifische Ausrichtung, die in der Musiksammlung Eingang gefunden hat: Das Repertoire der Fanfare ist in der Sammlung durch handschriftliche Quellen und gedruckten Musikalien vorhanden.

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Die Bestandsgeschichte der Mariasteiner Musiksammlung ist daher eine Geschichte des Verlustes und des Neuaufbaus.Ein erstes Mal wurde die Mariasteiner Musiksammlung 1798 durch die Besetzung und Plünderung des Klosters durch französische Revolutionstruppen und durch die Errichtung der Helvetischen Republik in Mitleidenschaft gezogen.Nach der Vertreibung liess sich der Mariasteiner Konvent in Delle (F) nieder und gründete im Herbst 1875 die Ecole libre St-Benoît.In ihr erhielten die Zöglinge eine umfassende musikalische Ausbildung.Davon ausgenommen ist das Verlagshaus André (Offenbach).

Durch die Bekanntschaft von Leo Stöcklin mit dem Organisten und Orgelexperten Julius André (1808–1880), dem Sohn des Verlegers Johann Anton André (1775–1842), gelangte das Autograph des Kyriefragments in G-Dur, KV 73x von Wolfgang Amadeus Mozart in den Besitz der Mariasteiner Musiksammlung.In der Fülle der historischen Quellen nehmen die Werke von Joseph Haydn zahlenmässig den ersten Platz ein; neben frühen Quellen des Oratoriums Die Schöpfung sind sowohl die Londoner Symphonien als auch Streichquartette in Handschriften des frühen 19. Ohne Firewall und Anti-Viren-Schutz sollte sich keiner im Netz bewegen.Anschliessend an die Werke von Stierlin folgt im Catalogus die Auflistung von 25 Symphonien von Komponisten der Mannheimer Schule wie Carl Stamitz (1745–1801), Franz Ignaz Joseph Fränzl (1736–1811) und Joseph Touchemoulin (1727–1801).Diese Quellen der Mannheimer Schule sind in der Mariasteiner Musiksammlung nicht mehr vorhanden.So fehlten nach der Aufhebung des Klosters zwischen 17 in der Mariasteiner Musiksammlung die 22 in den Haushaltsbüchern der Abtei dokumentierten Notenkäufe von Werken des fränkischen Benediktinerpaters Johann Valentin Rathgeber (1682–1750).